Mack Goldsbury: Familienvater und Musiker
Der große Jazzmusiker Mack Goldsbury ist zufrieden mit seinem Leben auf dem Land. Er findet die Nähe zur Großstadt wichtig, aber viel wichtiger ist ihm, dass seine Kinder nicht mit der Schnelligkeit, die eine Großstadt wie Berlin mit sich bringt aufwachsen, sondern die Ruhe des Landlebens erfahren. Außerdem ist er der Meinung, dass jeder einen Rückzugsort braucht,wenn ihm das Leben in der Stadt den letzten Nerv raubt.
Mittlerweile ist es recht still geworden um den Jazzmusiker. Das hat aber nichts mit mangelnder Arbeit oder fehlenden Angeboten zu tun, im Gegenteil, die Angebote sind nach wie vor zahlreich vorhanden, als etablierte Größe muss Goldsbury jedoch nicht jedes Angebot, dass auch nur ein wenig Geld und Publicity verspricht annehmen. Er kann sich aussuchen mit wem er zusammenarbeiten will, oder ob er doch lieber was eigenes und neues aufzieht.
Momentan ist Goldsbury in mehreren Bandprojekten tätig, die er als besonders inspirierend empfindet, weil mehrere gute Jazzmusiker sich gegenseitig beeinflussen und es so immer wieder zu neuen kreativen Ideen und Projekten kommt. Seine Zeit als Bandleader scheint der gebürtige Texaner dabei nicht zu vermissen, im Gegenteil, er schätzt es wenn die Musiker in einer Band alle gleichberechtigt sind und nicht nur einer das sagen hat. Trotzdem schließt er es nicht aus irgendwann einmal wieder als Bandleader tätig zu werden.
Die frühe musikalische Prägung durch seinen Vater empfindet Goldsbury nicht als Nachteil, im Gegenteil, wenn sein Vater ihn damals nicht gelehrt hätte wie man den Blues spielt, den er als Grundlage der Musik ansah, wäre er wahrscheinlich nicht dazu gekommen auch nur daran zu denken Berufsmusiker zu werden.
Für seine eigenen Kinder will er nur das Beste und das muss nicht unbedingt das gleiche sein, was die Eltern tun. Er unterstützt sie deshalb bei ihren Vorhaben, ob das nun Ballett oder Klavier spielen ist bleibt dabei ihnen überlassen, denn das Wichtigste ist immer noch der Spaß an dem was man tut, dabei ist Druck von Seite der Eltern nicht unbedingt förderlich.
In Planung ist eine Solo-CD und ein Projekt für das sich Goldsbury den Gospelchor eines befreundeten Pastoren geliehen hat: Er will eine CD mit selbst geschriebenen Gospels aufnehmen, auf die wir gespannt sein dürfen.